Papersea Schriften
Welche Schriften du in verkauftem Material benutzen darfst.
Eine Schrift ist ein eigenes Werk mit eigener Lizenz. Für ein Material, das du auf Papersea verkaufst, brauchst du eine Schrift, deren Lizenz zwei Dinge erlaubt: das Einbetten in deine Datei und den Verkauf dieser Datei an Dritte. Eine einfache Desktop- oder Privatlizenz reicht dafür nicht. Diese Übersicht sagt dir für die üblichen Quellen, woran du bist und was du ins Quellenfeld schreibst.
Grundlagen
Wer diese vier Sätze kennt, kann die meisten Schriftfragen selbst beantworten, auch bei einer Quelle, die unten nicht steht.
Die Schriftdatei bleibt bei dir
Eingebettet in dein PDF ist eine Schrift fast immer erlaubt. Als eigene Datei weitergeben darfst du sie so gut wie nie. In deinem Material haben Dateien wie ttf oder otf also nichts zu suchen.
Privat ist nicht gewerblich
„Free for personal use“ reicht für ein Material nicht, das du auf einer Verkaufsplattform anbietest. Das gilt auch, wenn du dein Material gratis anbietest.
Die Sammelseite vergibt keine Lizenz
Was erlaubt ist, entscheidet die Person, die die Schrift gezeichnet hat. Eine Sammelseite zeigt das nur an, manchmal knapp und manchmal falsch. Verbindlich ist die Lizenzdatei, die im Download liegt.
Schreib die Schrift ins Quellenfeld
Name und Herkunft genügen. Die Prüfung sieht dann sofort, woran sie ist, und dein Material geht schneller online. Fehlt die Angabe, kommt die Rückfrage.
Ohne Rückfrage
Diese Sammlungen sind auf Schriften ausgelegt, die man gewerblich einsetzen darf. Der Normalfall ist dort erlaubt und die Prüfung winkt ihn durch. Wirf trotzdem einen Blick auf die einzelne Schrift, denn die Lizenz kommt von ihr und nicht von der Sammlung.
Alle Schriften dort stehen unter einer freien Lizenz. Du darfst sie in dein verkauftes PDF einbetten, ohne zu fragen und ohne zu zahlen.
Ins Quellenfeld
„Name der Schrift, Google Fonts“
Gut zu wissen: Die größte Auswahl mit der geringsten Rechtsfrage. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, fang hier an.
Die Schriften sind für den gewerblichen Einsatz freigegeben, das Einbetten ins PDF eingeschlossen. Ob du eine Schrift auch verändern darfst, steht auf ihrer Seite.
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„Name der Schrift, Fontshare“
Die Seite sammelt gezielt Schriften, die kommerziell erlaubt sind. Was für deine Schrift gilt, steht in der Lizenzdatei aus dem Download.
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„Name der Schrift, Font Squirrel“
Gut zu wissen: Achte dort auf zwei Wörter: „commercial use“ und „embedding“.
Zwei von drei Schriften stehen dort unter der Open Font License. Steht das auf der Schriftseite, ist der Einbau in ein verkauftes PDF unbedenklich.
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„Name der Schrift, Font Library“
Gut zu wissen: Die Seite nimmt seit 2022 nichts Neues mehr auf und steht selbst nicht für die Richtigkeit der Lizenzangaben ein. Lies also nach, statt es anzunehmen.
Schriften aus Word, PowerPoint und Excel
KostenlosDie mitgelieferten Office-Schriften darfst du in dein verkauftes PDF einbetten. Die Schriftdatei selbst weiterzugeben, ist nicht gedeckt.
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„Name der Schrift, Microsoft Office“
Gut zu wissen: Schreib den Namen der Schrift dazu und nicht nur „Word“. Das erspart der Prüfung die Rückfrage.
Peter Wiegel gibt seine Schriften kostenlos ab, auch für gewerbliche Zwecke. Bei einzelnen Schriften nennt er eine eigene Bedingung, die geht dann vor.
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„Name der Schrift von Peter Wiegel“
Die Schrift steht unter CC BY. Dein Material mit dieser Schrift zu verkaufen ist erlaubt, solange Name, Quelle und Lizenz im Material stehen, samt Link auf den Lizenztext.
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„Grundschrift von Christian Urff, www.lernsoftware-mathematik.de, CC BY 3.0“
Gut zu wissen: Ohne diese Angabe ist die Lizenz verletzt, obwohl die Schrift nichts gekostet hat.
OpenMoji, Noto Emoji und Twemoji darfst du in verkauftem Material einsetzen, je nach Satz mit Namensnennung.
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„OpenMoji, CC BY-SA 4.0“ oder „Noto Emoji, Open Font License“
Gut zu wissen: Die Emoji von Apple und Microsoft gehören nicht dazu. Ein Bildschirmfoto vom Telefon ist deshalb keine Lösung.
Erst nachsehen
Diese Seiten sind Sammelstellen ohne einheitliche Regel, und „nur privat“ ist dort der Normalfall. Für jede Schrift, die du nimmst, entscheidet die Lizenzdatei aus dem Download. Ohne diesen Blick geht die Schrift in der Prüfung als Rückfrage zurück.
Die Seite ordnet jede Schrift einer Lizenzgruppe zu. Für ein verkauftes Material taugen nur die freien Gruppen, also Public Domain, GPL oder Open Font License.
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Link zur Seite der einzelnen Schrift
Gut zu wissen: „Free for personal use“, „Demo“ und „Shareware“ reichen nicht. Dahinter steht eine Lizenz, die du kaufen müsstest.
Jede Schrift trägt ein Zeichen dafür, ob sie nur privat oder auch gewerblich erlaubt ist. Verlass dich nicht allein darauf, verbindlich ist die Lizenzdatei im Download.
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Link zur Seite der einzelnen Schrift
Der Name verspricht mehr, als die Lizenzen halten. Für den Verkauf muss bei der Schrift ausdrücklich die gewerbliche Nutzung erlaubt sein.
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Link zur Seite der einzelnen Schrift
Die Seite lässt sich nach gewerblich nutzbaren Schriften filtern. Der Filter ist aber nur so gut wie die Angabe des Urhebers oder der Urheberin, also lies die Lizenzdatei.
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Link zur Seite der einzelnen Schrift
Sammelstelle mit gemischten Lizenzen. Ohne ausdrückliche Erlaubnis für gewerbliche Nutzung ist die Schrift für dein Material nicht nutzbar.
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Link zur Seite der einzelnen Schrift
Gruschudru Basic von Florian Emrich
Je Schrift verschiedenDie Basisfassung der Schrift gibt Florian Emrich kostenlos ab. Was du damit darfst, steht in der Datei, die dem Download beiliegt.
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„Gruschudru Basic von Florian Emrich“
Gut zu wissen: Lies sie einmal, bevor du das erste Material damit erstellst. Danach weißt du es für alle weiteren.
Kostet oder verpflichtet
Hier ist die gewerbliche Nutzung ausdrücklich geregelt, und zwar gegen Geld oder gegen eine Bedingung im Material. Diese Schriften sind beliebt in Unterrichtsmaterial und deshalb der häufigste Grund für eine Nachfrage in der Prüfung.
Für ein Material, das du verkaufst, brauchst du eine kommerzielle Lizenz. Die kleinste ist die Single Font License und gilt für genau eine Schrift.
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„Name der Schrift von Kimberly Geswein“
Es gibt genau zwei erlaubte Wege: ein gut sichtbarer Hinweis auf kevinandamanda.com im Material, oder eine gekaufte Lizenz. Ohne eines von beidem geht es nicht.
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„Name der Schrift, kevinandamanda.com“
Gut zu wissen: Untersagt ist nur die Weitergabe der Schriftdatei, nicht das Verkaufen des Materials, in dem die Schrift verwendet wird.
Schriften aus Material-Marktplätzen
Lizenz kaufenDas Recht kommt nie vom Marktplatz, sondern allein von der Person, die die Schrift gezeichnet hat.
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„Name der Schrift von Name des Zeichners oder der Zeichnerin“
Gut zu wissen: Ein Schriftenpaket, das an eine bestimmte Plattform gebunden ist, kannst du hier nicht einsetzen.
Zum Schluss
Beim Hochladen fragt Papersea nach deinen Quellen. Nenn dort jede Schrift mit Namen und Herkunft, auch die kostenlosen. Bei Schriften unter einer Creative-Commons-Lizenz gehört die Lizenz mit in die Zeile.
Beispiel
Schriften: Nunito (Google Fonts), Grundschrift von Christian Urff, www.lernsoftware-mathematik.de, CC BY 3.0
Bist du dir bei einer Schrift nicht sicher, nimm eine andere. Es gibt genug freie, und eine Nachfrage in der Prüfung kostet dich mehr Zeit als die Suche. Bei einem echten Zweifelsfall fragst du am besten vorher nach.